Sie sind hier: Startseite / Wanderberichte / auf dem Hunsrückhöhenweg und Keltenweg
DeutschEnglishFrancais
28.9.2021 : 8:43 : +0200

auf dem Hunsrückhöhenweg und Keltenweg vom 29.08, bis 1.09.2007

Am frühen Morgen des 29. August war es wieder soweit. Die Wandergruppe Richard Bader, Peter Dahl, Dieter Klingmann, Willi Schmitt, Fritz Schwarz, Klaus Unterleiter und Horst Ziegler starteten in diesem Jahr nicht nach Süden wie in den letzten Jahren, sondern in nördliche Richtung. Entlang des Rheins, vorbei an der berühmten Loreley erreichen wir mit der Bahn das Städtchen Boppard, dem Beginn unserer Wanderung. Nach einem relativ steilen Anstieg wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht auf die große Schleife des Rheins belohnt. Nach weiterem Aufstieg durch einen Mischwald überquerten wir die Autobahn A 61 und erreichen die Hunsrückhöhenstrasse, die wir überqueren, um den Schildern zur Erbach-Klamm zu folgen. Vorbei an der Schönecker Mühle und Baunhöllermühle erreichen wir die Daubisbergmühle, wo wir bei Sonnenschein unsere Mittagsrast einlegten. Ausgeruht durchqueren wir anschließend die Klamm auf teilweise nur in Gestein gehauenen Wegen, über Brücken und vorbei an teilweise gewaltigen Felsbrocken und steilen Hängen. Nach Verlassen des Ehrbachtales führte uns der Weg hinauf nach Beulich, unserem ersten Etappenziel. Nach unterhaltsamen Stunden ging der erste Tag zu Ende.

Ausgeruht, einem guten Frühstück und strahlend blauem Himmel machten wir uns an die zweite Tagesetappe Richtung Kastellaun. Nach ca. 3 km erreichen wir wieder den Hunsrückhöhenweg, der uns, leider ein langes Stück asphaltiert, zur Baybachklamm führt. Nachdem wir die Schultheiser Mühle passiert haben, wird der Weg zu einem schmalen, neben einem Bach verlaufenden Pfad. Nun erweist sich festes Schuhwerk unentbehrlich, denn vor uns liegen etliche Kletterpassagen, teilweise mit im Fels verankerten Sicherungsseilen, die uns den glitschigen Abstieg erleichtern. Bei Regen wäre dieser Weg nur unter großen Gefahren passierbar. Nach Erreichen der Schmausermühle haben wir die schwierige, aber wunderschöne und sehr empfehlenswerte Route durch die Klamm hinter uns gebracht. Die anschließende Mittagsrast in der zum idyllischen Gasthof umgebauten Mühle hatten wir uns redlich verdient. Der Weg führte uns nun weiter über Mannebach, Uhler nach Kastellaun, ein schönes, romantisches Städtchen, das wir nach 25 km als zweites Tagesziel erreichen.

Am nächsten Morgen, wir trauten unseren Augen nicht, regnete es in Strömen, so dass wir vor dem Abmarsch erst noch unsere Regenkleidung anziehen mussten. Nach gut einem Kilometer auf der Hauptverkehrsstrasse bogen wir in einen Weg ein, der durch eine Allee führt. Durch den immer stärker werdenden Regen konnten wir die am Rande stehenden Bäume kaum genießen. Kurz danach durchquerten wir ein lauschiges Wiesental, um die kleinen Orte Wohnroth und Leideneck zu erreichen. Hier entdeckten wir zu unserer Freude ein kleines Gasthaus, wo wir natürlich sofort eine Rast einlegten. Es ist auch immer wieder erstaunlich, wir schnell man als Wanderer mit den Menschen in Kontakt kommt und wir bei unserem Aufbruch herzlich verabschiedet wurden. Überhaupt ist uns während der gesamten Wanderung die freundliche Art der Bewohner in angenehmer Erinnerung. Nun verließen wir den Hunsrückhöhenweg, um auf dem Keltenweg unseren Weg fortzusetzen. Diese Route verläuft abwechslungsreich durch Wald und Flur und bietet immer wieder tolle Ausblicke. Nach 23 km erreichen wir auf für Wanderer wenig angenehmen, noch dazu durch ein Industriegebiet führende Straßen, das Städtchen Kirchberg, dem heutigen Ziel. Kirchberg ist ebenfalls eine saubere und sehr romantische Stadt.

Nachdem wir gut gefrühstückt hatten, dies taten wir übrigens vor jedem Aufbruch, ging es auf unsere letzte Etappe der diesjährigen Wanderung. Von Kirchberg führt uns der Weg durch freies Gelände, um in einen kleinen Wald zu gelangen, in dem sich eines der größten keltischen Hügelgräberfelder Deutschlands befindet. Diese sind allerdings nur durch Erhebungen im Bannholzwald sichtbar. Nach Überquerung der Hunsrück-Schiefer- und Burgenstraße passieren wir einen Galgenhügel, der einen herrlichen Ausblick bietet, und gelangen nach Woppenroth, das als Filmdorf Schabbach mit dem verstorbenen Günter Strack in der Hauptrolle, berühmt wurde. Über Lützelsoon geht es weiter zum Teufelsfels, wo wir bei einer grandiosen Fernsicht unsere Mittagsrast einlegten. Wir hätten hier stundenlang sitzen können, aber es nutzte nichts, wir mussten weiter. Über Hennweiler und Oberhausen erreichen wir das Nahetal und unser Wanderziel Kirn. –

Unsere diesjährige Wanderung war nach 90 km leider wieder einmal zu Ende: Rückblickend ist der Hunsrück ein sehr schönes Wanderziel, das wir eigentlich in dieser Schönheit nicht erwartet hätten. Auf jeden Fall für Nachahmer sehr empfehlenswert.

d.k.