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14.8.2022 : 3:35 : +0200

Wanderung in der Vulkaneifel

Wanderung Vulkaneifel

Unterwegs im Land der Maare und Vulkane

Vereinstour der TSV-Wanderer in die Eifel vom 22. – 24. September 2006 

Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder und der Herbst beginnt, also höchste Zeit für unseren Wanderausflug. Mildes, trockenes und freundliches Wetter waren schon mal gute Voraussetzung für schöne Wandertage. Die Stimmung war super, die Koffer und Taschen waren im Bus verstaut und los ging die Fahrt mit 47 gutgelaunten Wanderern. Am frühen Nachmittag erreichten wir den herrlich in der Natur gelegenen Ort Weidenbach. Freunde einer dörflichen Idylle und einem familiären Ambiente finden hier Urlaub abseits vom Rummel in einer ländlichen Natur - und mittendrin der Pappelhof - unser gemütliches Urlaubshotel.

Nach einem kühlen frisch gezapften Bier oder einer Tasse Kaffee auf der Hotelterrasse nutzten wir den Nachmittag zu einem Spaziergang zum Gemündener Maar. Es war eine schöne, ausschließlich durch Wald führende Wandertour. Natürlich wurden wir auch gefordert. Es ging rauf und runter, wie in der Eifel eben üblich. Für einige Wanderer ein gutes Training für unsere Samstagtour. Als Belohnung lockte der wunderschöne Ausblick vom zwölf Meter hohen Dronketurm. Zunächst ging’s auf der Höhe weiter, bevor wir wieder hinab gingen und über Wald- und Wiesenwegen zum Gemündener Maar wanderten. Die Augen der Eifel, so nannte Clara Viebig einst die Maare der Vulkaneifel und auch heute noch war ein Blick auf das mal tiefblaue, mal smaragdgrüne Wasser ein Moment, den man nicht vergisst. Auf der Rückfahrt zum Hotel machten wir noch einmal kurz Halt in dem kleinen Eifelort Wallenborn. In einem Vulkankrater gelegen befindet sich hier ein "Wallender Born", der einmalig in Europa alle 35 Minuten sein Wasser zwanzig Minuten lang in die Luft schleudert.

Nach dem Abendessen ließen wir den Tag in gemütlicher Runde ausklingen.

Der Samstag überraschte uns mit herrlichem Spätsommerwetter. Man hätte sagen können, wenn Engel wandern. Unser Wanderführer Dieter Schmetzer hatte wohl auch eine gute Beziehung zu Petrus, dieser Spätsommertag war in jeder Beziehung prachtvoll. Abseits von der Hektik des Alltags führte unsere Wanderung zunächst durch offenes Wiesengelände. Auf einem abwechslungsreichen schmalen Pfad wanderten wir hinunter zur Heidsmühle. 1963 wurde der Sägewerksbetrieb eingestellt. Heute ist die Heidsmühle aufgrund ihrer außergewöhnlichen Lage weit über die Grenzen der Eifel als Ausflugsziel bekannt. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging’s weiter. Mal wanderten wir auf breiten Wegen, dann wieder steil den Berg hinauf, strahlend blauer Himmel und Sonnenschein war unser ständiger Begleiter. Es war jetzt nicht mehr weit zum Windsborner Maar. Der Bergkratersee liegt verschwiegen in einer bewaldeten Bergkuppe. Obwohl Samstag, waren wir über längere Abschnitte allein unterwegs. Es wurde aber nicht nur gewandert, Jetzt wurde erst mal Mittagsrast gemacht, mit Hausmacher Leber- und Blutwurst. Erholt und gestärkt wanderten wir weiter auf Wald- und Wiesenwegen hinunter zur Wolfsschlucht. Wer hätte gedacht, dass quasi in Rufweite zum lauten Treiben eine ganz besondere Welt beginnt. Eine Schlucht zum Träumen, umwerfend natürlich, wild und geheimnisvoll. Hinter jeder Windung gab es viele neue Einblicke in die wilde Naturlandschaft. Auf halber Höhe ging’s über einen schmalen Waldweg bergab ins Liesertal. Die letzten Kilometer schlängelt sich der Lieserpfad, an manchen Stellen nicht breiter als ein Trampelpfad, den Hang entlang bis Manderscheid. Dort wartete als Postkartenmotiv die malerische Ober- und Niederburg. Nicht umsonst hat Manuel Andrack in seinem Buch "Du sollst wandern" den Lieserpfad als den schönsten Wanderweg der Welt bezeichnet.

Auch unsere Nichtwanderer genossen das sonnige Herbstwetter. Es machte einfach Spaß entlang der Waldränder zu gehen, den Alltag zu vergessen und die ursprüngliche Welt der Maare und Vulkane zu genießen.

 

Nach dem Abendessen im Hotelrestaurant erwartete uns der Hausmusikant mit sanften Rhythmen der 50- und 60er Jahre. Mit dem Badener Lied ließen wir in fröhlicher Runde den Tag ausklingen.

Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von Weidenbach. Das Ziel unserer Rückreise war die römische Kaiserstadt Trier. Keine andere Stadt kann Geschichte und Gegenwart anschaulicher und lebendiger gestalten. Etwa 16 v. Chr. von den Römern als Augusta Treverorum gegründet, ist Trier mit einer Stadtgeschichte von mehr als 2000 Jahren Deutschlands älteste Stadt. Mit einem Stadtplan ausgestattet gingen viele unserer Wanderer auf Entdeckungstour in eine ruhmreiche Vergangenheit. Einige nutzten den Aufenthalt zu einer Schiffsfahrt auf der Mosel und einem leckeren Eis oder Kuchen in einem der vielen Cafes in der Altstadt.

Gegen 18.00 Uhr erreichten wir Großkarlbach im Leininger Land. Bei gutem Essen, einem Glas Wein oder Bier ließen wir den Wanderausflug in gemütlicher Runde ausklingen.

Im Namen des Veranstaltungsteams bedanken sich Helmut und Silvia Treiber bei unseren Wanderführern Inge und Dieter Schmetzer und bei 47 Wanderern, die durch ihre gute Laune und Geselligkeit zum Gelingen des Ausflugs beigetragen haben