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17.10.2021 : 20:57 : +0200

Schwarzwaldwanderung

Schwarzwaldwanderung im August

3. Etappe auf dem Mittelweg von Titisee – Neustadt nach Waldshut

Es war wieder einmal soweit, am frühen Morgen des 30. August trafen sich die Wanderfreunde Richard Bader, Peter Dahl, Dieter Klingmann, Willi Schmitt, Fritz Schwarz und Klaus Unterleiter, leider konnte unser Paul Potyondy wegen Krankheit nicht teilnehmen, am Heidelberger Hauptbahnhof, um die letzte Etappe des Mittelwegs in Angriff zu nehmen.

 

Gleich nach pünktlicher Ankunft in Titisee-Neustadt, hier muss der Deutschen Bahn ein großes Lob ausgesprochen werden, ging es sofort ständig bergauf zum in 1190m Höhe gelegenen Hochfirst. Das waren immerhin 360m Höhenunterschied und gleichzeitig eine gute Übung. Oben angekommen legten wir eine kleine Rast ein, gerade zur rechten Zeit, denn es fing kräftig an zu regnen, der jedoch zu unserer Erleichterung nur kurz anhielt. Nachdem sich anschließend sogar die Sonne hinter den dicken Wolken hervortraute, machten wir uns wieder in Richtung Lenzkirch auf den Weg das wir nach 8,5 km und einem steilen Abstieg erreichten. Auf dem Karl-Carstens-Weg, benannt nach dem ehemaligen Bundespräsidenten, der die Bundesrepublik auf dem Europäischen Fernwanderweg E1 von Nord nach Süd - Gauangelloch musste er aus zeitlichen Gründen auslassen - durchwanderte ging es weiter über Grafenhausen zu unserem 1. Tagesziel nach Rothaus-Brünlisbach, wo wir in der Pension „Feldbergblick“ übernachteten. Die Pension trägt diesen Namen übrigens zu Recht, man hat vom Frühstücksraum eine herrliche Aussicht auf den Feldberg. Außerdem lag zu unserer großen Freude die Rothausbrauerei fast vor unserer Haustür.

 

Nach einem guten Frühstück und was wir laut Wetterbericht auch erhofft hatten, nahmen wir bei strahlend blauen Himmel die 2. Etappe in Angriff. Wir verließen Brünlisbach und wanderten auf einem Pfad Richtung Schluchsee, den wir bei Seebrugg erreichten. Der Schluchsee war ursprünglich ein kleiner Karsee. Er wurde durch den Bau der Staumauer bei Seebrugg zum größten See des Schwarzwalds und dient zur Wasserkraftgewinnung des Schluchseekraftwerks. Nach Überquerung der Mauer führte der Weg recht steil über die Gemarkung Blasiwald bis Althütte in 1115 m Höhe. Genauso steil bergauf geht es nun steil bergab nach Häusern (889m), wo man bereits die Kirche von Höchenschwand, unserem heutigen Ziel sehen konnte, aber noch lange nicht erreicht hatten. Schon am Ortsausgang von Häusern erwartete uns wiederum ein langer und steiler Anstieg, der uns auf eine Höhe von 1008 m ü.d. Meer nach Höchenschwand brachte. Die 2. Tagesetappe war nach 17,5 km erreicht. Die Freude unserer Kuchenliebhaber war groß, als sie sahen, dass wir in einer Pension mit eigener Konditorei übernachteten und natürlich ließ die Schwarzwälder Kirschtorte nicht lange auf sich warten.

 

Am nächsten Morgen standen die letzten 21,5 km des Mittelwegs an.

 

Wir verlassen Höchenschwand mit einem herrlichen Blick auf die in der Morgensonne liegenden Schweizer Alpen. Auf einem Pfad durchquerten wir einen Wald und erreichten eine Steilwand (Wasserfelsen), die nahezu 150 m senkrecht abfällt und gelangten auf stark ansteigendem Weg zum „Rosendorf“ Nöggenschwiel und schließlich nach Indlekofen. Der Mittelweg führt nun über eine längere Strecke auf einer Straße, für uns Wanderer vollkommen unverständlich, da ausreichend Gelände für einen Wanderweg vorhanden wäre. Wir wurden jedoch wieder versöhnt, da kurz vor dem Ziel der Weg in einen Walderlebnispfad und einen Wildpark einmündete.

 

Wir hatten Waldshut erreicht. Der Mittelweg war nach insgesamt 236 Kilometern zu Ende.

 

Mit dem Bus fuhren wir weiter zu unserem Übernachtungsquartier, dem Gasthof „Adler“, einer ehemaligen Postkutschenstation in Lauchringen. Am Samstag unternahmen wir in Waldshut noch einen Stadtbummel und traten anschließend etwas wehmütig die Heimfahrt an, nachdem mit der Westweg- auch die Mittelwegwanderung zu Ende gegangen ist.

 

Unserem Wanderkamerad Fritz Schwarz möchten wir für die Organisation noch einmal recht herzlich danken.

 

d.k.