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27.9.2021 : 6:54 : +0200

Schwäbische Alb Wanderung

Am frühen Morgen des 3. September 2008 versammelten sich die bewährten Wanderfreunde Richard Bader, Peter Dahl, Dieter Klingmann, Willi Schmitt, Fritz Schwarz, Klaus Unterleiter und Horst Ziegler am Heidelberger Hauptbahnhof, um von hier über Stuttgart, Wendlingen nach Owen (Teck), unserem Ausgangsort der diesjährigen Wanderung zu gelangen.

 

In Owen angekommen, folgten wir dem „roten Dreieck“, dem Zeichen des Nordrandweges und erreichten nach kurzer Wegstrecke den steilen Aufstieg zum „Brucker Fels“. Nach einer guten Stunde hatten wir die 330  Höhenmeter geschafft und wurden mit einem herrlichen Ausblick auf den Ort Owen und die weitere Umgebung belohnt. Nach einer kurzen Rast wanderten wir weiter über Erkenbrechtsweiler entlang der Hangkante zum Marien- und Wilhelmsfels, wo wir einen wunderschönen Ausblick auf die Burg Hohenneuffen genießen konten. Diese Burg ist die größte Burgruine Süddeutschlands und liegt auf einem hervorspringenden Weißjura-Kalkfelsen direkt am Steilabfall der Schwäbischen Alb. Von hier hat man einen Ausblick auf eine Landschaft, die nicht beschrieben werden kann. Nach diesem Höhepunkt ging es weiter den Albtrauf entlang, um unser erstes Etappenziel, den Ort Hülben zu erreichen. Und welches Glück, nachdem uns der Tag schönes Wetter bescherte, begann es kurz nach dem Bezug unserer Zimmer zu regnen, und weitete sich kurze Zeit später sich in ein kräftiges Unwetter aus.

Der nächste Morgen war zwar mit Wolken verhangen, aber zu unserer großen Freude regnete es nicht, so dass wir abwärts gehend und trockenen Fußes nach 3 km Bad Urach erreichten. Ein Städtchen wie aus dem Bilderbuch. Sehenswert vor allem der historische Marktplatz, das Rathaus, das Residenzschloss und die Amanduskirche. Das „rote Dreieck“ führt uns nun weiter bergan zur Burgruine Hohenurach, von der leider nur noch Mauerreste, Torgänge und Gewölbe vorhanden sind. Über den Rutschenfelsen (755 m) und dem Fohlenhof gelangen wir zum Gestütshof St. Johann, eine Domäne des Haupt- und Landgestüts Marbach. Durch diese gepflegte Anlage und entlang der Pferdeweiden geht es weiter über Lindenhof zum „Übersberg“ zu unserem zweiten Etappenziel, den „Stahlecker Hof“. Leider wurden wir kurz  vor Erreichen des Tagesziels von einem kräftigen Unwetter überrascht, das uns trotz Regenkleidung bis auf die Haut durchnässte. Dies verdarb uns jedoch nicht die Laune und wir verbrachten in dem gemütlichen Lokal  unseren Tagesabschluss

Und wie kann es anders sein, der Morgen brachte einen strahlend blauen Himmel. Auf verschwiegenen Wegen bzw. Pfaden, die Wanderwege waren insgesamt gepflegt und zum Teil sogar romantisch zu nennen, die Beschilderung allerdings ließ an einigen Stellen etwas zu wünschen übrig und das GPS von Fritz wurde unentbehrlich, erreichten wir den Eckfelsen. Von diesem Aussichtspunkt ist das Schloss Lichtenstein, Unterhausen, das Echaztal und im Hintergrund der Schönbuch zu sehen. Nach stetigem bergab geht es wieder stetig bergauf und erreichen das bereits von der gegenüber liegenden Seite erblickte Schloss Lichtenstein, erbaut 1837/4,  das neben Neuschwanstein zu der bekanntesten Burgenneuschöpfung des 19. Jahrhunderts gehört. Anschließend erreichen wir die Nebelhöhle, eine Tropfsteinhöhle auf ca. 380 Meter Länge. Über Genkingen führt uns der Weg in Serpentinen zum Roßberg, zu unserem dritten Übernachtungsquartier, dem Wanderheim Rossberghaus. Ein uriges Haus, in dem sich die Zimmer in einem Turm befinden.

Auf der letzten Etappe folgen wir einem blauen Wanderzeichen nach Gönningen und in einem leichten auf und ab über die Breitenbachquelle und Selchenbachtal erreichen wir Reutlingen, das Endziel unserer Tour.

Wieder ging eine wirklich schöne Wanderung mit herrlichen Ausblicken und Wanderwegen wie aus dem Bilderbuch viel zu schnell zu Ende.

d.k.