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27.9.2021 : 6:49 : +0200

Schritt für Tritt ein Wandervergnügen

Vereinstour der TSV-Wanderer nach Schlehdorf am Kochelsee
vom 21. 09. bis 23. 09. 2007

Am frühen Freitagmorgen gings los Richtung Süden mit dem Ziel Kochelsee. Der Bus war erfüllt von heiterer Gesprächigkeit. Das herrliche Wetter und die Vorfreude auf schöne Wandertage zeigten ihre Wirkung. Zügig ging’s auf der Autobahn voran und schon war es Zeit für das obligatorische Sektfrühstück. Nach ca. 6 Stunden erreichten wir unseren Urlaubsort Schlehdorf. Eingebettet in satte grüne Wiesen, umgeben von einer grandiosen Berglandschaft liegt Schlehdorf, am Rande des Kochelsees.

Den Nachmittag nutzen wir für kleine Spaziergänge in der Umgebung oder ließen uns einfach verzaubern von der herrlichen Bergwelt. Am Abend gingen wir gemeinsam zur Bootsanlegestelle. Das Motorschiff Herzogstand erwartete uns zur Seerundfahrt. Zur Begrüßung gab’s einen Kräuterschnaps, gebrannt aus vielen einheimischen Kräutern. Je weiter wir uns vom Seeufer entfernten, desto großartiger war der Blick zum Herzogstand und Heimgarten. Ringsum die traumhafte Landschaft, das Rauschen des Wassers und das Trompetenblasen beim Felsenecho ließen den Abend zu einem besonderen Erlebnis werden. Nach der Fahrt über den still verträumten See servierte uns Familie Fröhlich das Abendessen. Anschließend saßen wir noch gemütlich zusammen und erzählten über die Eindrücke des Tages.

Am Samstagmorgen ging es gleich nach dem Frühstück mit dem Bus zum Parkplatz der Herzogstandbahn. Die Seilbahn brachte uns in wenigen Minuten zur Bergbahnstation am Fahrenbergkopf. Auf schmalen Bergwegen wanderten wir noch gemeinsam zum Fahrenberggipfel. Anschließend gings bergab zum Herzogstandhaus. Schon hier hatten wir einen phantastischen Blick auf den Kochelsee und die bayrischen Alpen. Auf breiten Wegen querten wir den Hang vom Martinskopf und stiegen in Serpentinen zum Gipfel des Herzogstandes mit seinem hübschen Pavillon auf. Hier legten wir eine Pause ein und futterten unsere Rucksachverpflegung. Wen wundert es da, dass so viele diesen Gipfel ersteigen, denn ist man erst mal oben, genießt man eigentlich nur noch diese Rundumsicht und den Blick hinunter zum Kochel- und Walchensee.

Ab dem Herzogstandgipfel gingen wir in zwei Gruppen weiter. Unsere umsichtigen Wanderführer Fritz Schwarz und Horst Ziegler hatten für uns 2 landschaftlich sehr schöne, aber auch anspruchsvolle Touren ausgearbeitet. Für unsere Gipfelstürmer begann hier der Gratsteig zum Heimgarten. Es waren schon stramme Waderln, Schwindelfreiheit und etwas Kondition erforderlich für diese herrliche Gratwanderung. Nach einigen Metern steileren Abstiegs gelangten wir zum Verbindungsgrat. Bei diesem schwierigen Teil der Wanderung waren uns die Drahtseilsicherungen eine große Hilfe. An manchen Stellen war der Pfad sehr schmal, aber dafür kamen wir in den Genuss einer einzigartigen Aussicht. Unterhalb des Heimgartens begann der Weg nochmals ordentlich zu steigen. Einige Serpentinen führten nun noch immer ansteigend zum Heimgartengipfel. Vergessen war die Anstrengung, der Schweiß und die Müdigkeit. Wir atmeten die frische Luft der Bergwelt und genossen bei einem kühlen Bier in der Heimgarten-Hütte die überwältigende Aussicht.

Weiter ging es auf einem schmalen Weg durch das felsige Bergmassiv hinunter zur Kaseralm. Nachdem uns der steinige Pfad noch mal richtig zum Schwitzen brachte, hatten wir eine Pause redlich verdient. Die Kaseralm war leider schon geschlossen, daher nahmen wir die Rucksäcke ab und pausierten auf Baumstämmen und den Ruhebänken vor der Hütte.

Mit neuer Energie ausgestattet viel uns der Weg nach Schlehdorf nicht mehr so schwer. Die letzten Meter ging es am Seeufer entlang zu unserem Hotel, wo schon ein kühles Bier auf uns wartete.

Für die Pionierwegwanderer ging es zunächst über felsige Pfade steil bergab. Der steinige Weg erforderte unsere ganze Aufmerksamkeit. In stetigen Windungen zog sich der schmale Pfad mit vielen lichten Stellen, die immer mehr von der herrlichen Landschaft preis gaben, nach unten. Zum Schluss wanderten wir die Forststraße entlang zu unserem Hotel.

Unsere Spaziergänger nutzten das schöne Wetter zu kleinen Wanderungen rund um das Herzogstandhaus oder genossen auf der sonnigen Terrasse die herrliche Berglandschaft. Für viele Wanderer war der Berggottesdienst nahe am Herzogstandgipfel ein ganz besonderes Erlebnis. Die Zeit verging viel zu schnell. Um 13.00 Uhr wurden unsere Spaziergänger am Herzogstandparkplatz von unserem Bus erwartet. Nun ging es zur Shopping-Tour nach Bad Tölz. Alle waren sich einig, es war ein wunderschöner Wandertag, ein sommerliches Herbstmärchen.

Nach dem Abendessen stand Tanzen auf dem Programm. Unser Alleinunterhalter Berti sorgte für Stimmung und gute Laune.

Am nächsten Morgen durften wir ein bisschen länger schlafen. Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen von Schlehdorf. Das Ziel unserer Rückreise war das 2000-jährige Augsburg, die Stadt der Fugger, der Mozarts und des Dichters Bert Brecht. Unsere Mitwanderin Marianne Collins und ihre in Augsburg wohnende Schwester führten uns mit viel Geschick und Sachverstand zu den Sehenswürdigkeiten ihrer Stadt.

Gegen 18.00 erwartete uns der „Weiße Ochsen“ in Ellwangen zum Abendessen. In gemütlicher Runde ließen wir unseren Wanderausflug ausklingen. Wir hatten an allen Tagen wunderschönes Ausflugswetter, gutes Essen im Hotel und abwechslungsreiche Wanderungen. Dank unseres Busfahrers Kurt kamen wir am späten Abend wohlbehalten in Gauangelloch an.

Im Namen des Veranstaltungsteams bedanken sich Silvia und Helmut Treiber bei unseren Wanderführern Fritz Schwarz und Horst Ziegler, bei Cordula und Emil Burato für die Tipps und Anregungen zu unseren Wandertouren, bei Marianne Collins und ihrer Schwester für die Stadtführung in Augsburg und bei 49 Wanderern, die durch ihre gute Laune und Geselligkeit zum guten Gelingen unseres Ausflugs beigetragen haben.