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27.9.2021 : 6:05 : +0200

Rund um den Bodensee 28. Mai bis 31. Mai 2008

Am  Mittwoch, den 28. Mai machte sich das inzwischen bewährte Radlerteam Richard Bader, Peter Dahl, Dieter Klingmann, Fritz Schwarz und Horst Ziegler auf den Weg nach Konstanz, um den Bodensee in seiner gesamten Länge zu umrunden.

Mit der Bahn ab Wiesloch-Walldorf über Karlsruhe, Offenburg und Donaueschingen erreichten wir Konstanz, um von hier aus die Rundfahrt zu beginnen.

Sofort nach der Ankunft machten wir uns auf die Suche nach dem Beginn des Bodenseeradweges, den wir aufgrund der guten Kennzeichnung auch ohne große Umwege erreichten. Nun ging es recht zügig über Petershausen, Staad in Richtung Insel Mainau. Diese ließen wir rechts liegen, um über Dingelsdorf nach Wallhausen weiterzufahren, wo uns der schwierigste Teil der gesamten Radtour erwartete, die Steigungen des Bodanstück. Diese machten uns hauptsächlich aufgrund der gerade an diesem Tag herrschenden Schwüle doch etwas zu schaffen. Aber auch das ging vorbei und wir erreichten bei Langenrain den höchsten Punkt unserer Tour. Nach einer kurzen Einkehr fuhren wir dann wieder bergab und erreichten über Bodman und Ludwigshafen unser erstes Etappenziel Sipplingen. Nach kurzer Suche fanden wir eine gemütliche Pension in einem 400 Jahre alten Haus und einer liebenswürdigen Wirtin.

Nach gutem Frühstück machten wir uns bei wesentlich angenehmeren Temperaturen, vor allem war es nicht mehr so schwül wie am Vortage, auf den Weg über Überlingen, Uhldingen – bekannt durch das Pfahlbaummuseum - nach Meersburg. In dieser malerischen Stadt, in der auch die Dichterin Annette Droste-Hülshoff einen Teil ihres Lebens verbrachte, legten wir eine Rast ein - leider viel zu kurz, um alles ansehen zu können. Weiter über Hagnau, Immenstaad kam Friedrichshafen in Sicht, berühmt durch die ehemals ansässigen Zeppelinwerke und die weltbekannte Zahnradfabrik. Auf der Weiterfahrt durchquerten wir das größte Naturschutzgebiet des Nordufers, das Eriskircher Ried. Für heimische wie für Zugvögel bietet die Flachwasserzone unersetzliche Rast- und Futtergebiete. Über Langenargen, Nonnenhorn und Wasserburg erreichten wir Lindau. Nach der Besichtigung des Hafens mit der berühmten Löwenmole und einem kleinen Stadtbummel radelten wir Richtung Bregenz weiter. In Lochau, einem kleinen Ort kurz vor Bregenz fanden wir wiederum ein schönes Quartier und beendeten den sonnigen Tag in gemütlicher Runde.

Am Freitagmorgen radelten wir über Bregenz , vorbei an der berühmten Seebühne, überquerten den Rhein Richtung Fußach nach Rheineck. Hier verließen wir Österreich und erreichten die Schweiz, um weiter über Rorschach, Arbon nach Romanshorn zu gelangen. Nun war es nicht mehr weit nach Kreuzlingen. Leider hat uns nach dem schönen Wetter kurzzeitig der Wettergott verlassen und es ging ein kurzer Schauer nieder. Es klarte aber bald wieder auf, so dass wir bei Sonnenschein Konstanz erreichten. Damit war aber die Tour noch nicht beendet. Es ging weiter zur Insel Reichenau. In Wollmantingen fanden wir unser letztes Nachtquartier.

Die Insel Reichenau – UNESCO-Welterbestätte – ist mit einer Länge von 5 Kilometer und einer Breite von 1,5 km und einer Fläche von 430 Hektar die größte Bodenseeinsel. Das milde Klima, ein fruchtbarer Boden und eine intensive Bewässerung ermöglicht einen ertragreichen Anbau von Salat, Gurken und Tomaten. Die Gewächshäuser haben allein eine Grundfläche von 50 Hektar. Wir erreichten die Insel auf einem Damm, der durch das Wollmantinger Ried führt. Vorbei an den Resten der 1365 zerstörten Burg Schopflen kommen wir zur Säulenbasilika St. Georg mit Wandmalereien aus dem 10. Jahrhundert. Sehenswert sind auch das Münster St. Maria und St. Markus aus dem 9. bzw. 11. Jahrhundert sowie St. Peter und Paul aus dem 11. und 12. Jahrhundert. – Nach eingehender Besichtigung der gesamten Insel ging es wieder auf dem schon erwähnten Damm zurück nach Konstanz, um unsere Heimreise anzutreten.

Nach ca. 270 km war unsere Tour, begleitet von einem Radlwetter wie es nicht besser hätte sein können, leider wieder zu Ende.

d. k.