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27.9.2021 : 6:30 : +0200

Neckartal-Radtour 6.-9. Juni 07

Am 6. Juni, morgens um 7.30 Uhr machten sich Richard Bader, Peter Dahl, Dieter Klingmann und Fritz Schwarz - unser 5. Mitradler Horst Ziegler konnte leider nicht teilnehmen - auf den Weg zum Bahnhof Wiesloch-Walldorf, um von dort zu unserem Ausgangspunkt Villingen-Schwenningen, dem Beginn des Neckartalradweges zu fahren.
Nach der Ankunft in Villingen machten wir uns sofort auf die Suche nach dem Anfang des Radweges, den wir dank des Navigationsgerätes von Fritz ohne große Probleme fanden.
Der Weg beginnt an der Neckarquelle im Stadtpark Möglinshöhe in Schwenningen, von hier aus führt der Neckar als kleines Bächlein durch die Ausläufer der Baar, um sich kurz vor Rottweil mit der Eschach zu einem größeren Bach zu vereinigen. In Rottweil angekommen, machten wir unsere Mittagsrast im Biergarten einer Brauereigastwirtschaft. Nach dieser Ruhepause ging es nun etwas hügeliger weiter über Talhausen, Oberndorf nach Sulz, wo wir nach 76 km unser 1. Etappenziel erreichten. Hier war uns auch das Glück hold, sofort ein Nachtquartier zu finden und unsere Zimmer im „Goldenen Hecht“ beziehen zu können. Nach einem kleinen Spaziergang durch dieses schöne Städtchen und einem gemütlichen Abendessen ging dieser Tag zu Ende.
Nach dem Frühstück fuhren wir bei leider trübem, aber trockenen Wetter in Richtung Horb. Der Radweg verläuft nun sehr eben, sodass wir in relativ kurzer Zeit das Festungsstädtchen erreichten. Nach der Besichtigung des romantischen Stadtkerns bei inzwischen herrlichem Wetter führte uns die Strecke über Mühlen, Sulzau, Obernau in die Bischofsstadt Rottenburg. Im Schatten des Doms und wegen des Fronleichnamsfeiertages inmitten von Blumenteppichen, legten wir eine kurze Rast ein, die wir u.a. auch zur Besichtigung des Doms St. Martin nutzten. Auf gut ausgebauten und landschaftlich sehr schönen Wegen, auf kurzen Teilstücken auch auf Landstrassen, ging es entlang des Neckars, der inzwischen vom Bächlein zum kleinen Flüsschen wurde weiter Richtung Nürtingen. Zur großen Freude kam uns die Tochter von Fritz auf dem Radweg entgegen. Kurz hinter Nürtingen begannen wir mit der Zimmersuche, die sich an diesem Tage recht schwierig gestaltete. Es war entweder Ruhetag oder besetzt, sodass wir bis nach Wendlingen fahren mussten, um auch dort kein Zimmer zu finden. Schließlich fuhren wir wieder zurück nach Oberboihingen , wo uns Isabell mit Glück Zimmer reservieren konnte. Was waren wir froh, durchgeschwitzt und durstig, inzwischen war es sehr warm geworden, die Räder abstellen zu können. Aber nach der Dusche und einem Abend in einem urigen bayrischen Biergarten war die Welt wieder in Ordnung.
Der 3. Tag bescherte uns wieder traumhaftes Wetter. Die weiterhin unproblematische Strecke führte uns über Plochingen - ab hier ist der Neckar schiffbar - Esslingen, Untertürkheim. Vorbei an den Mercedes-Benz-Werken mit dem modernen Museum und einer Vielzahl weiterer Industriebetriebe und der „Wilhelma“ erreichten wir den Stadtkern von Stuttgart.
Der Radweg führt zunächst längs des Neckars durch das Stadtgebiet Stuttgarts. Erst ab Remseck beherrschen die Naturschönheiten des Neckartals und der Weinberge die Landschaft wieder. Über Ludwigsburg, Marbach, Pleidelsheim und Mundelsheim gelangten wir zu unserem 3. Etappenziel Besigheim, zwischen steilen Weinbergen gelegen und nur durch einen kräftezehrenden Anstieg zu erreichen. Nach erfolgreicher Zimmersuche machten wir noch einen Bummel durch die historische Innenstadt um anschließend unser Abendessen in der Gartenlaube unseres urigen Übernachtungsgasthofes einzunehmen. Während des Gesprächs mit der Wirtin stellte sich heraus, dass der Gauangellocher Wanderverein hier vor Jahren seine Abschlussrast einlegte.
Der letzte Tag begann mit einem herzhaften Frühstück in der schon besagten Laube und wie bereits nicht anders erwartet herrlichem Sonnenschein. Bei steigenden Temperaturen ging es über Walheim, Kirchheim durch recht steil ansteigende Weinberge nach Lauffen, Sontheim, Heilbronn, Neckarsulm zu unserem Ziel Bad Wimpfen. Von hier aus fuhren wir mit Bahn nach Sinsheim und weiter mit unseren Drahteseln nach Gauangelloch.
Nach 324 km, ohne Pannen oder andere Missliebigkeiten war unsere diesjährige Radtour leider wieder  zu Ende.
Eine schöne und wirklich empfehlenswerte Tour, nicht zu anstrengend und doch eine Herausforderung.

 

d.k..