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27.9.2021 : 6:51 : +0200

Im Kleinen Odenwald bei Michelbach

Hatten wir es doch wahrhaftig wieder gut getroffen, als uns nach einer regnerischen Nacht am Sonntag, den 25. Mai ein sonnenreicher und warmer Tag zum Wandern beschert wurde;  34 Wanderfreunde fuhren gemeinsam nach Aglasterhausen-Michelbach zum Michelsee-Parkplatz und starteten von hier aus ihre Tour. In  einem feuchten, beidseits von Waldhängen gesäumten Tal ging es kurzweilig an einem Bach entlang, welcher sich als das Ablaufgewässer des Michelsees entpuppte, der sich uns bald darauf idyllisch im Wald gelegen als unverhofftes Kleinod präsentierte. Beflügelt durch die Eindrücke des lauschigen Gewässers ging es nun im angenehmen Schatten der Bäume den steilen Kleeberg hinauf. Mit der Ankunft an der Kleeberghütte nahe Schwanheim hatten wir den höchsten Punkt der Wanderung erreicht, und in weitem Bogen führte die Route nun eben durch den Forst Totenbrunnen bis zum Waldesrand östlich von Haag, wo die Truppe auf dem großzügig gestalteten Freizeitgelände der Heimatwiesenhütte bei schönstem Sonnenwetter ihre Mittagspause einlegte. Nach dieser wohlverdienten Stärkung waren alle wieder frisch und munter und weiter ging´s in flottem Schritt. Bald tat sich vor uns das wunderschöne Wiesengelände Mannbach auf, durch welches wir hinunter ins Mannbachtal gelangten. In Anbetracht der überraschend  schnellen Laufgeschwindigkeit der gesamten Crew  baute die Wanderführerin in die vorgesehene Tour nun sicherheitshalber einen „Verlängerungsschlenker“ ein, um nicht zu früh am Ausgangsort zu sein. Über einen kurzen, abermals steilen, schweißtreibenden Anstieg erklommen wir  den Bergrücken des langgezogenen Waldgebietes Stein,  wobei wir vor Eintreten in das Gehölz einen schönen Blick auf Haag hatten. Auf dem Höhenweg, der zum tiefer gelegenen, südlichen Ausläufer des Steins hin abfällt und dort an einem Wasserauffangbecken zwischen Waldwimmersbach und Reichartshausen endet, durchwanderte die Gesellschaft den Bergzug bis hinunter ins Tal. Ein wildromantischer Waldpfad im engen Talgrund des naturbelassenen Mannbaches geleitete uns zurück in die höheren Regionen des Tales, in denen der „Erweiterungsschlenker“ seinen Anfang hatte. Sichtlich geschafft von dem Aufstieg und dem heißen Wetter wurde bei einer Trinkpause der Beschluss gefasst, die noch anstehende Tour um die hinter uns gelassene, hinzugefügte Strecke zu kürzen. Somit sollte der sogleich folgende, heftig ansteigende, aber nicht lange  währende Pfad zur Wilhelm-Denz-Hütte der letzte gravierende Aufstieg der Wanderung sein und hernach auf direktem Wege quer durch den Wald der Parkplatz wieder angelaufen werden; wie das Schicksal es aber so wollte, war irgendwie der Baum mit der entsprechenden Wegmarkierung nicht auffindbar (vielleicht war er gefällt?), und letzten Endes kamen wir im Wald nahe bei Reichartshausen zur Erkenntnis, die Abzweigung verpasst zu haben und auf der ursprünglich vorgesehenen Route zu sein; ein zurück hätte nichts mehr gebracht, das Motto hieß nun: „Augen zu und durch!“ So liefen die bereits halb verdursteten Leute weiterhin bergauf und bergab durch das noch zu bewältigende Randgebiet des Waldes, bis endlich Michelbach gesichtet war und die Kräfte noch einmal gesammelt wurden, um das letzte Stück bis zum Parkplatz unbeschadet zu erreichen.  

In der Haager Mühle kehrten wir zum Abschluss trotz allem wohlbehalten ein und ließen uns bei guter Laune mit Speis und Trank vorzüglich bewirten.

Herzlichen Dank allen Dabeigewesenen für`s Mitwandern, herzlichen Dank Silvia, Gabi und Traudel für`s Mitgestalten des Tages.

Claudia Helleis